Die Verfügbarkeit von blutbasierten Biomarkern für die Diagnose der Alzheimer-Erkrankung hat das Potenzial, die Diagnostik bei kognitiven Störungen und Demenz erheblich zu verbessern. Im aktuellen Kontext der Zulassung von Donanemab zur Behandlung der Alzheimer-Erkrankung in frühen klinischen Stadien könnte der Einbezug von blutbasierten Biomarker helfen, die Indikationsstellung zu optimieren und damit Wartezeiten in der Memory Clinic zu verkürzen.
In den vergangenen Monaten haben gleich zwei Bestimmungsmethoden für p-tau217 im Plasma die CE-Zertifizierung erhalten. Der Vorstand SMC bewertet diese Entwicklung als sehr positiv und hat beschlossen, den Vergütungsantrag zur Kostenübernahme für die Bestimmung von Plasmabiomarkern zu unterstützen. Die Einführung der Plasma-Biomarker bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich und wirft Fragen dazu auf, wie die Plasmamarker als Teil der Diagnostik eingesetzt werden sollten.
Die multidisziplinäre SMC-Arbeitsgruppe zu blutbasierten Biomarkern hat ihre Arbeit fortgesetzt und erste Empfehlungsvorschläge erarbeitet, welche von Prof. Dr. med. Julius Popp bei der SMC-Jahrestagung im Mai vorgestellt wurden. Einige der wichtigsten Themen der anschliessenden Diskussion mit den Teilnehmenden waren, bei welchen Personen die Bestimmung der Biomarker sinnvoll ist, was bei der Aufklärung, Befundinterpretation und Diagnosemitteilung zu berücksichtigen ist, und ob die Plasma-Biomarker auch in der Primärversorgung eingesetzt werden sollten.
Die Arbeitsgruppe wird die Diskussionsbeiträge und Rückmeldungen der SMC-Mitglieder bei der Formulierung der Empfehlungen berücksichtigen und in den kommenden Monaten die Vorbereitung einer Publikation zum Thema fortsetzen.